Schluppenbluse: kleine Schleife, große Wirkung

Ich war im Weihnachtsrausch 🙂 Weiß nicht, wie es Euch ging, aber die Weihnachtsfeiertage sind für mich immer wunderschön. Und es war der erste Heilig Abend bei uns, also auf einmal bin ich die Mama des Hauses und nicht mehr nur ‘Gast’. Meine Mama hat mir die Christkind-Glocke übergeben und damit war es besiegelt. Weihnachten findet jetzt in unserem Haus statt. Ich habe mich sehr drauf gefreut. Natürlich haben wir trotzdem mit der ganzen Familie gefeiert, aber eine Ära ging damit zu Ende. Quasi das letzte bisschen Kindheit 🙂

Aus diesem Grund, kam der Blog ein bisschen kurz und es gibt auch heute nur in paar Schnappschüsse mit meiner neuen Festtagsbluse. Eine Schluppenbluse mit weißen Pünktchen. Eigentlich gar nicht so besonders, aber zur schwarzen High Waist Hose und goldenen Ohrringen, sah das an Weihnachten wirklich schön festlich aus. Was eine kleine Schleife so ausmachen kann. Die Bluse bekommt dadurch etwas Besonderes, etwas Braves und eben auch etwas Feierliches. Trotzdem lässt sich die Schluppenbluse perfekt im Alltag zur Jeans kombinieren. Ein schönes Look für die Urlaubstage zuhause, auch nach dem Fest.

Und als nächstes werde ich mich mal dem Silvesteroutfit widmen. Die alljährliche Frage “Was zieh ich an?”. Und wir feiern ja privat bei Freunden, also sollte der Look dafür zwar irgendwie glamourös, aber natürlich nicht zu overdressed sein.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch und eine tolle Party!

 

 

 

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Winterwochenende für Mama und Papa

Eine kleine Auszeit vom Mama-Sein. Ein Winterwochenende in den Bergen. Das haben wir uns gegönnt. Naja, es war kein komplettes Wochenende, aber eine Übernachtung in einem schönen Hotel in Österreich. Die Kids durften bei den Großeltern übernachten und wir hatten mal wieder ein bisschen Zeit zu Zweit. Das tut sehr gut. Auch wenn mir die Trennung von meinen beiden Kleinen immer etwas schwer fällt. Wenn man dann aber weiß, sie sind gut aufgehoben und haben Spaß, dann kann ich das auch mal richtig genießen. Einfach mal in Ruhe Essen gehen, lange sitzen bleiben und danach sogar noch in eine Bar am Samstag Abend. Herrlich. Wir waren zusammen mit Freunden unterwegs und da hat man dann auch mal wieder richtig Zeit zum quatschen. Am Sonntag waren wir dann noch auf dem Weihnachtsmarkt (und mal nicht nur beim Kinderkarussell :-)) – mit Bergblick und dem ersten kleinen bisschen Schnee. Dort haben wir dann noch schnell ein kleines Mitbringsel für die Kinder gekauft und sind dann sehr entspannt nach Hause gefahren.

Es tut einfach gut, sich mal nur um sich selbst zu kümmern und mein Mann und ich versuchen das 1x im Jahr hinzukriegen. Wenn wir dann zurückfahren sind wir ein bisschen erholt und freuen uns tierisch auf unsere Kids. So kann man auch wieder mit mehr Energie in die neue Woche starten. Es geht gar nicht um ‘Urlaub von den Kids’, denn das brauchen und wollen wir gar nicht. Es geht einfach um eine kleine Auszeit vom Alltag. Mal nicht an Termine, Einkaufen und Abendessen denken zu müssen. Das tut gut. Hiermit empfehle ich also Euch allen, es mal auszuprobieren 🙂 Und berichtet mir gerne, wie es war!

 

PS: Natürlich muss für ein Winterwochenende in den Bergen, das Karohemd unbedingt mit. Nur um meinem Lieblingsthema treu zu bleiben 🙂

 

 

 

 

Mamablog

 

 

 

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Wer will fleißige Baumeister sehen? Große Bausteine für Kinder.

Das muss ich einfach mit Euch teilen. Denn jetzt sind sie da, diese Tagen, an denen es gar nicht richtig hell wird draußen und die Luft feucht und kalt ist. Da zieht es uns nicht wirklich raus und oft reicht ein kurzer Spaziergang zum Kindergarten und wir sind froh wieder drin zu sein. Aber dann werden die Tage oft lang. “Mama, mir ist langweilig!”, “Mama, was spielen wir jetzt?”….Vielleicht habt Ihr solche Sätze auch schon gehört?! 🙂 Wir haben jetzt was Neues für gemütlich Tage zuhause: Riesige Bausteine für Kinder. Aus Karton und sehr stabil. Die Kids können sich draufsetzten und damit nach Herzenslust bauen: Häuser, Burgen, Mauern und Wege. Es ist faszinierend, wie kreativ, sie dann auf einmal werden. Das ist das Tolle daran, die Bausteine fördern auch noch die Kreativität und animieren die Kids eigene Ideen zu entwickeln. Mal ohne Bauplan und nach Lust und Laune. Und vor allem, kann man toll gemeinsam bauen. Wir haben oft Kids zu Besuch und da sind die Bausteine jedes Mal das Highlight. Egal ob 2 oder 5 Jahre, sie bauen zusammen und sind oft ewig beschäftigt. Besonders Spaß, mach es auch, die Bauten zum Einsturz zu bringen. Was ja ganz klar ist, wenn die Ritterburg “angegriffen” wird 🙂

Auch mir macht es echt Spaß mit den Kindern damit zu bauen. Es gibt noch Verbindungsstücke, mit denen man die einzelnen Bausteine fixieren kann. Man kann die Bausteine für Kinder ganz easy online bestellen und geliefert werden sie als Bausatz. Beim Zusammenbauen fängt dann der Bau-Spaß schon an und sogar mein Sohn konnte die Bausteine selbst aufbauen. Da ging das Ruckzuck.

Wenn Ihr also vielleicht schon auf der Suche nach einem besonderen Weihnachtsgeschenk seid oder einfach mal was Neues für gemütliche Spieltage zuhause sucht, dann ran an die Bausteine!

Ich muss jetzt jedenfalls ein Gefängnis bauen und das Burgfräulein befreien! In diesem Sinne, viel Spaß beim Bauen!

 

 

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Kindergartenrucksack für meine kleinen Entdecker

Bei uns ist es gerade ein ganz großes Thema: meine Kleine kommt bald in den Kindergarten. Wahnsinn, irgendwie ist sie dann gar nicht mehr so klein, oder? Erst war es gar nicht sicher, ob wir einen Platz bekommen, dann war ich gar nicht sicher, ob sie nicht doch noch viel zu klein ist 🙂 und inzwischen freut sie sich schon riesig. Hat sich sogar schon ein Garderobenschild ausgesucht. Eine Schnecke. Sie liebt nämlich Tiere. Und sie braucht natürlich einen neuen Kindergartenrucksack. So bin ich auf diese, wahnsinnig süßen Kinderucksäcke gestoßen.

 

Es gibt ja viele verschieden Kindergartenrucksäcke, wenn man so durchs Internet stöbert. Aber irgendwie sind sie auch alle wieder gleich. Und natürlich möchte ich schon was besonders Schickes für meine Kids (typisch ich halt:-)) So habe ich die Rucksäcke von Affenzahn entdeckt. Da gibt es lauter verschiedene Tiere, in groß und in klein, für Jungs oder Mädchen. Einfach zum Verlieben. Noch dazu super funktionell, nachhaltig und umweltfreundlich. Da fiel die Wahl echt schwer und natürlich hat sich mein Großer auch gleich einen neuen ausgesucht. Aber er kommt ja auch in die Vorschule, da soll er ruhig. Das ist schon wieder der nächste große Schritt. Vorschule. Gerade eben war ich doch noch mit ihm im Babyschwimmen! Alle Mamas, werden jetzt genau wissen, was ich meine. Es ist eben nicht bloß eine Floskel, wenn man sagt “wie die Zeit vergeht”.

Auf jeden Fall lieben meine Kids ihre neuen Kindergartenrucksäcke und sie werden jetzt nicht nur für den Kindergarten verwendet, sondern kommen wirklich überall mit hin. Ich glaube, Daria Drache und Nora Nilpferd wurden schon zu Freunden. 🙂 Am witzigsten finde ich übrigens die rausziehbare Zunge mit Adressschild (…das war auch das Highlight im Kindergarten, als mein Großer den Rucksack das erste Mal dabei hatte, habe ich erfahren :-))

Heute haben wir einen schönen Sonntagsausflug gemacht und wieder mal festgestellt, wie schön doch die einfachen Dinge sind: Steine werfen, den Wald entdecken, Enten beobachten und auf Baumstämmen balancieren.

Das kommt im Alltag echt manchmal zu kurz.

Und ich habe heute jeden Moment genossen. Anschließend haben wir uns noch leckere Erdbeeren gepflückt und zuhause gegessen. Ein perfekter Sonntag. Da kann der Alltag und der Kindergarten morgen wieder kommen. Schönen Abend Euch allen und genießt noch, wie wir, die unbeschwerte Kindergartenzeit!

 

 

 

 

 

 

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Story von Jara: 50 Shades of Grey

Heute gibt’s mal was zum Schmunzeln. Jara hat wieder eine Story aus dem Leben für Euch geschrieben. Vielen Dank dafür an meine liebe für Freundin! Und viel Spaß beim Lesen.

50 Shades Of Grey

So sind sie, die Männer. So vielfältig und eigen. So faszinierend aber auch langweilig. Haben 1000 Fassetten, die sie aber wunderbar verstecken können und sich erstmal eher unauffällig zeigen, um ihr Opfer zu erforschen und dann die Pfauenfedern rauszustrecken und anzugeben…
Oder auch umgekehrt: zuerst das neue Cabrio im Februar präsentieren, Dolce & Gabbana Jacket mit Burberry Tuch und Cowboyhut kombinieren, im Club mit Rolex geschmückter Hand jeder gutaussehenden Mietze Champagner einschenken, um anschließend “punkten” zu können und neuen Gesprächsstoff beim Golfen zu haben…
Auch beim Shoppen sind sie unterschiedlich, der eine mag es bunt, modern, Hipster-mässig und schräg, der andere wieder sehr konservativ und einfach, ja nicht auffallen, aber trotzdem chic – dezente Farben und Schnitte… Oder leger… Oder geschmacklos… Oder, oder, oder…
Nun, mein Mann ist da bei dieser grossen Vielfalt ganz anders. Er ist da ganz besonders… Ich mache euch neugierig?
Ich nenne meinen auserwählten –  Mr. Grey.
Jetzt seid ihr garantiert alle neugierig.
Nun, da es sich hier um einen Modeblog handelt, bleiben wir bei der Mode.
Ich verrate nur soviel: sein Styling macht mich sprachlos und jedes Shoppen mit ihm macht mich wahnsinnig glücklich!

Und jetzt die Details: die Farbskala der Kleidungsstücke meines Mannes geht von Nachtgrau, über ausgewaschenes Schwarz, Betongrau oder Grau-Grau, gesprenkeltes Grau, Babygrau bis Morgengrau oder Schneegrau….
Das Shopping mit meinem Mr. Grey gestaltet sich so:
“Schatz, schau mal, was für ein tolles Hemd, fass mal an, super Material!”
– “Nein!”
– “Gefällts dir nicht?”
– “Nein!”
– “Aber wieso nicht? Ist der neueste Trend! Unser Steuerberater hatte gestern auch so ein Hemd an und er sah super aus! Du könntest es einfach ausprobieren…?
– “Es ist blau!”
– “Ach so ein Quatsch! Es ist grau, mit kleinen blauen Pünktchen… Winzig klein! Die sieht man gar nicht! Probiere einfach an! Bring ich dir schon mal in die Umkleide, ok? Wirst du schon sehen…
…Um Himmelswillen – was sind das für graue T-Shirts da?”
“-Die nimm i mit. Die passen super.”
“Aber du hast ja mindestens 50 solche daheim!!! Nimm doch mal ne andere Farbe!!! Alles nur Grau!!! Ich vertrage es nicht mehr!!! Grau, Grau, GRAU!!!”
-“Schatz, da hast du 100€, geh bitte in die Frauenabteilung und kauf dir was Schönes…!!!”

Was soll ich dazu sagen, genau wie ich bereits erwähnt habe: der Styling meines Mr.Grey macht mich sprachlos und jede Shoppingtour endet mit Happyend!
🙂
Euch allen schöne Feiertage!
Eure Jara

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Serie: Die perfekten Mamas (Teil 5): Christkindlmarkt ist keine Modenschau

Geschichten aus dem Leben einer Mama. Geschrieben und erlebt von meiner Freundin Jara.

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Christkindlmarkt ist keine Modeschau!

Alle Jahre kommt diese tolle Zeit – Vorweihnachtszeit – mit all ihren schönen Ereignissen: Adventskalender, Weihnachtsschmuck und Lichterketten, Plätzchen backen, Geschenke einpacken und…

Und zum Christkindlmarkt gehen.

Für Christkindlmarkt habe ich meinen Christindlmarktmantel immer zur Hand – ich ziehe nichts anderes an, da man in diesem Wirrwarr, Chaos und Menge an drängelnden Menschen nichts Schickes anzuziehen braucht, außerdem ist es eh dunkel…

Mein Christkindlmarktmantel ist robust, glühweinabweisend und rauchdicht.

Durch seine, nennen wir es Bundeswehrtarnoptik, sind Flecken wie Senf, Ketchup, Nutella oder Taubengruß kein Problem…

Und zusätzlich ist er nur schwer entflammbar, habe ich bereits mit einer Feuerzangenbowle getestet.

Einfach perfekt!

Dazu warme Mütze und Schneestiefel, Kids schnell in Skioveralls eingepackt und auf gehts!

Angekommen sehe ich, es ist richtig voll, aber macht nichts, hab so eine gute Laune, das kann mir nichts vermiesen. Da und dort sehe ich ein paar Bekannte, lasse die Kinder los und drücke ihnen 5€ in die Hand für ihre geliebten Crêpes.

Selber hole ich mir einen Glühwein und genieße die Atmosphäre, im Hintergrund ertönt „Leise rieselt der Schneeeee….“ – ach, herrlich.

Plötzlich sticht mir etwas Weißes in die Augen – oh je! Die Frau vom Stadtrat, gestylt und frisiert wie zu einer Modeschau – und dazu in einer weißen Markenjacke mit echtem Pelz an der Kapuze! Sie grinst und strahlt, als ob sie ein Star wäre!

Alles klar, die haben ja garantiert keine kleinen Kinder, Muttis von kleinen Kindern ziehen keine weiße Jacken an. Und doch! In dem Moment dackelt ein kleines Mädchen von der Seite heran und klammert sich an ihrem Fuß…

Wie ist so etwas möglich? Was ist das für eine Zauberei? Wie kann man mit kleinem Kind am Christkindlmarkt zwischen der Menge so strahlend weiß und sauber bleiben?…

Das schaue ich mir von der Nähe an, nehme meinen Glühwein und schleiche mich unauffällig ran. Neben ihr stehend bekomme ich einen extrem herablassenden Blick ab… Warum??? Ach, vielleicht weil ich in meinem Christkindlmarktmantel mit der dicken Mütze wie ein Penner aussehe? Ich überlege, ob ich mich auf die Schnelle vor der Abfahrt eigentlich geschminkt hab… Aber ehrlich, dass hätte jetzt sowieso nichts genutzt.

Nun, die Dame lächelt zwar die ganze Zeit und posiert in die Ferne, aber ist irgendwie nervös. Macht zwei Schritte weg von mir… ??? Wieso das denn wieder? Ach, vielleicht liegt es an dem Senffleck an meinem Arm, der ist aber schon trocken, ist von gestern, keine Angst – denk ich mir.

Die Dame steigt auf eine Treppenstufe vor der Wirtschaft um einen gewissen Abstand von allem zu haben, was sich da gerade so bewegt. In dem Moment macht aber ein Gast von innen die Tür auf und schuppst sie ungewollt auf die Seite und sie fällt in eine Menge junger Burschen. Jede andere Frau ihres Alters würde es schätzen, in den Armen eines 25-jährigen feschen Jungen zu landen, nur dieser hatte in der Hand auch einen Punsch…

Die Katastrophe könnt ihr euch ja vorstellen, die unglaubliche Verwandlung des künstlichen Lächelns des Schneewittchens in ein böses, entsetztes G’schau einer Hexe 😀

Ich zuck noch meine Feuchttücher raus und will helfen, aber die Frau greift ihre Tochter und läuft davon – nur wegen ein Paar roter Spritzer ist ihr Abend ruiniert.

Da lob ich mir voll entspannt meinen praktischen Christkindlmarktmantel – Christkindlmarkt ist halt keine Modeschau…

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Serie: Die perfekten Mamas (Teil 4): ThermoNix

ThermoMix: Immer wieder sorgt diese Zaubermaschine für hitzige Diskussionen und viele, witzige Anekdoten in unserem Freundeskreis. Das wollten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. ThermoNix oder doch ThermoAlles??? Für viele Mamas ist der Thermomix ein unbedingtes Muss und die langersehnte Küchenfee, andere (so wie ich) fühlen sich noch nicht bereit für so viel, professionelle Häuslichkeit und schwören auf Kochtopf und Gebrutzel am Herd 🙂

So entstand die neueste Story meiner Freundin Jara. Viele, werden sich beim Lesen erinnern und schmunzeln.

ThermoNix

Heute kam er, endlich!!!
Meine Erlösung, meine Zukunft, mein Alleskönner!!!!
Ab jetzt ist das Kochen nicht mehr meine Aufgabe, kein “Stundenlang in der Küche stehen zu müssen”, kein “sich Kopfzerbrechen, was mach ich heute und aus was und wie lange”…
Ab jetzt ist alles easy und ich kann wieder mehr entspannen:
Mein Thermomix ist da!!!
Er duftet nach “neu” und “exklusiv”, ich bin soo vorsichtig beim auspacken, als ob ich das wertvollste, chinesische Porzellan auspacken würde.
Ein enormes Gefühl von Glückseligkeit erfüllt mich beim Zusammensetzen der einzelnen Teile und beim Einschalten….
Meine Familie wird begeistert sein, meine Bekannten werden mich bewundern und die ach so perfekte Kindergartenmuttis werden mich beneiden…
Ich halte es nicht mehr aus, mache das Fenster auf und schreie in den Garten:
“Kinder! Liebling! Kommt bitte alle sofort her!”
“Was ist, Mami? Ist was passiert?”
“Meine Lieben, ab heute wird sich bei uns essenstechnisch einiges ändern, darf ich vorstellen – Thermomix!!!”
Alle schauen mich an und verstehen erstmal nichts.
“Thermomix kann nämlich alles kochen, alles! Und nicht nur das! Er kann sogar Dips und Salate zubereiten, schneiden, mixen, backen und viel mehr…”
Jetzt kommt langsam der “Aha” Effekt bei meiner Family an.
“Heute abend dürft ihr euch alles wünschen, worauf ihr Lust habt. Da gibt es sogar ein Kochbuchchip in dem alle Rezepte vorprogrammiert sind. Wir wählen einfach eins und Simsalabim – das Essen ist nach kurzer Zeit fertig ohne große Mühe…”
– “Mami, kann der ThermoNix wirklich alles kochen?”- fragt mein vierjähriger Sohn.
Ich muss bei dem Versprecher lächeln…
– “Es heisst Thermomix und ja, er kann alles!”
– “Dann hätte ich gern Schnitzel mit Pommes!”
– “Ähm, das geht leider nicht. Da muss ich ja selber das Fleisch klopfen, in die Panade tun und in der Pfanne ausbraten…”
– “Mami, und die Pommes? Kann er die Kartoffeln schälen und schneiden? Und danach tun wir sie mit Gewürzen in den Ofen, so wie du es immer machst, die schmecken immer so toll!”
– “Nein, das kann er leider auch nicht, aber..”
– “Schatz, ich hätt Lust auf nen richtig guten, knusprigen Schweinebraten, so wie du ihn immer machst, mit dunklem Bier und Semmelknödel, das wäre jetzt mein Wunsch!”
– “hm, ja, da muss ich ja schauen, da glaub ich – den mach ich auch lieber im Ofen drin, hier passt er ja gar nicht rein und Kruste wollen wir auch… Und Semmelknödel – die mach ich RuckiZucki im Topf drin, das geht ja schnell.”
Ich runzle die Stirn, ich will ja eigentlich Thermomix kochen lassen. Schnell suche ich in dem Rezeptbuch nach was Besonderem:
“Wie wäre es mit überbackenen Zucchinipuffer, oder Erbsenpolenta, oder Brokkoli-Kürbis-Brei…”
Mein Mann macht hinter meinem Rücken Würgegrimassen, ich erkenne es an dem Kichern meiner Kinder.
“Aber wie wäre es mit einer Nachspeise vom Thermomix – schaut hier, was er alles kann: “Himbeersouflee, Milchreis, Pfannkuchen…”
“Ja Mami!!!” schreit mein Jüngster vor Freude: “Pfannkuchen!!! Ich helfe dir dabei gern!!!”
Und schon macht er die Schublade mit den  Schüsseln auf, holt unsere Lieblingsschale und einen Rührbesen raus und setzt sich auf die Arbeitsfläche hin.
Ich bin sprachlos.
Er schaut mich mit seinen grossen blauen Augen an, grinst und sagt: “Aufgehts, Mami, wir brauchen Eier, Mehl und Milch und Simsalabim sind Pfannkuchen fertig!”
“Gleich, mein Schatz, ich mach zuerst ein wenig Platz!” – ich lege mein neues, großes Küchengerät in seinen Karton zurück und trage es in den Flur.
“So – und jetzt lass uns kochen! Wer braucht denn schon einen Thermonix!”

 

 

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Story von Jara: Spieglein, Spieglein…

Geschichten aus dem Leben einer Mama. Geschrieben und erlebt von meiner Freundin Jara (www.jara-design.de).
——
Spieglein, Spieglein an der Wand…
——
Der Wecker klingelt…
Aus dem Tiefschlaf gerissen versuche ich nach ihm zu schnappen und es gelingt mir wie immer ihn vom Nachttisch runterzuschmeissen und wundere mich, was diese MadeInChina-Produkte tatsächlich alles aushalten.
Ich schleppe mich ins Badezimmer, der Blick in den Spiegel muntert mich wieder auf: ich bin Ü30, habe wunderschöne Haut, ohne Pickel oder Fältchen, richtig gesund und frisch, und das direkt nach dem Aufstehen ohne Tricks und Schminke. Meine Haare binde ich zusammen und creme mich ein wenig ein – fertig. Make-up nicht nötig.
Kinder anziehen und in den Kindergarten bringen – ganz easy und mit einem Lächeln auf den Lippen, die Welt ist so schön und ich auch.
Wieder zu Hause mache ich mir erstmal einen Kaffee und setze mich gemütlich ins Wohnzimmer. Die Sonne scheint durch die sauberen Fensterscheiben rein, entspannt nehme ich die Tageszeitung und denke an meinen sportlichen jungen Postboten, der mir heute meinen Paket bringen sollte.
Die Zeitung blättere ich durch, bei einem Bild bleibe ich aber stehen..
Die Frau kommt mir bekannt vor…
Angelina Jolie?
Nee…
Oder Cathrin Zeta Jones?
Ja, das eher, aber was steht da drunter geschrieben?… Die Buchstaben sind so klein und schlecht gedruckt, ein wenig verschwommen.. Eine Frechheit! Und dafür zahle ich so viel Geld?
Da fällt mir ein, dass ich gestern von meinem Optiker eine Probebrille bekommen habe.
Er ist unser guter Bekannter, mein Mann hat mich zu ihm geschickt, ich soll prüfen lassen, ob meine Augen in Ordnung sind.
So ein Quatsch, ich brauche garantiert keine Brille!
“Ja, ja,” lächelte mich der Optiker an und sagte: “solltest du nicht zufrieden sein, bringst du sie einfach zurück.”
Ich setze die Brille auf und tatsächlich! Die Buchstaben sind lesbar – groß und scharf. Wow! So ein Unterschied gleich…
Es klingelt an der Tür: “Hurra, mein Paket ist da!”
Leider ist es nicht mein Lieblingspostbote… Stattdessen einer mit Bäuchlein und müden Gesichtszügen…
Egal, ich bedanke mich schnell und knalle die Tür zu. Komisch, die Stimme kam mir aber irgendwie bekannt vor…
Ich gehe zügig durch die Wohnung, und fühle etwas seltsames – irgendwie kommt mir alles ein wenig matt vor…
Die Fenster verschmiert, der Boden staubig.. Ich schaue wieder in die Zeitung und statt Angelina sehe ich – meine Schwiegermutter…!!!
Wurden mir gerade mit dem Paket irgendwelche Drogen mitgeliefert???
Langsam wird mir einiges klar – mein Postbote, mein Haushalt, oh Gott – und ich???
Das muss ich gleich in Ordnung bringen!!!
Ich stehe auf und gehe zur Küche, dabei meide ich strengstens einen Blick in den großen Spiegel an der Wand!
Ich nehme das Telefon, wähle eine Nummer und warte.
“Optiker Maurer, wie kann ich Ihnen helfen?”
“Du Marcus, ich bin überhaupt nicht mit der Brille zufrieden, ich bring dir die am besten sofort zurück!”
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