Health & Body. Ein bisschen Zeit für mich.

Heute gibt’s mal wieder einen kleinen Exkurs. Denn in letzter Zeit habe ich mich wieder etwas mehr auf mich, meine Gesundheit und mein Wohlbefinden konzentriert. Und das nicht nur mit neuen Klamotten. 🙂 Normalerweise bin ich Mensch, der nicht viel gibt, auf Wehwehchen, Schafrhythmus oder stille Momente. Ich nehme alles, wie es kommt, mag einfach leben ohne viel nachzudenken, alles genießen und bloß nicht zu viel Aufhebens um mich machen. Mein Health & Body Konzept war also sehr überschaubar. Sport gehört zu meinem Alltag und ich versuche mich möglichst gesund zu ernähren. Aber für viel Mehr war keine Zeit oder ich habe mir keine Zeit genommen.

Das hat sich in in den letzten Monaten etwas geändert. Ich nehme immer noch alles ziemlich leicht, hatte aber auch zum Glück noch nie einen Grund für eine andere Einstellung. Die Corona Zeit hat aber schon etwas in mir bewirkt, muss ich zugeben. Auf einmal waren da Sorgen, die man nicht kannte, Einschränkungen, mit denen man nicht Leben wollte und Kinder, die besonders viel Achtsamkeit brauchten. Uns ging ja natürlich trotzdem sehr gut, aber ich habe gemerkt, wie es mich beschäftigt. Habe zum Beispiel schlecht einschlafen können. Mir viele Gedanken gemacht. Und bewusst Auszeiten gesucht.

Ein Grund mehr, das eigene Ich wieder bisschen mehr zu beachten. Gerade neben Home Office, Home Schooling und dem üblichen Mama Alltag. Darum dachte ich mir, ich schildere Euch mal, wie mein Lieblingstag beginnt und wie ich ein bisschen Health & Body Bewusstsein in meinen Tag integriere:

Punkt 1: Ruhe am Morgen

Ich versuche etwas eher als die Kinder aufzustehen und trinke erst mal ein großes Glas Zitronenwasser. Das bringt den Körper und den Stoffwechsel auf Touren. Danach gibt es einen Espresso (am liebsten draußen, bei schönem Wetter). Mein Lieblingsmoment 🙂

Health & Body Konzept

Währenddessen höre ich gerne Entpsannungsmusik. Es gibt tolle Playlists bei Spotify zum Beispiel (*Werbung umbeauftragt). Diese hier ist ganz ruhig und begleitet mich oft morgens. Zur großen Verwunderung meines Mannes. 🙂

Punkt 2: Kleine Sporteinheit

An Wochenenden gönne ich mir 15-20 Minuten Home Workout oder Yoga. Am Liebsten von Boho Beautiful – verlinke ich Euch mal hier unten, es gibt viele verschiedene Einheiten, immer in toller Atmosphäre. (*Werbung umbeauftragt). Das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und lässt sich prima morgens einbauen. Unter der Woche schaffe ich das selten (weil ich dann doch nicht früh genug aus dem Bett kommt :-)) Dafür ziehe ich gleich meine Sportklamotten an, wenn ich meine Tochter zum Kindergarten bringe und gehe auf dem Rückweg eine Runde durch den Wald joggen. Auch nur so 25-30 Minuten. Das macht den Kopf frei und ich bin trotzdem zeitig genug zurück, um mein Home Office zu starten.

Punkt 3: Gesund frühstücken

Morgens gibt es bei uns immer Bircher Müsli. Die Anleitung dazu findet Ihr in einem älteren Blog Beitrag. So starten wir wenigstens gesund und reichhaltig in den Tag. Denn dann bin ich nicht sehr konsequent, muss ich zugeben. Liebe Pizza und Pasta, trinke gern mal ein Glas Wein und wir genießen entspannte Treffen mit Freunden (dann bei gutem Essen :-)) Aber das ist ja auch Lebensqualität und das lasse ich mir nicht nehmen.

Punkt 4: Gut Schlafen

Eigentlich war das nie ein Problem für mich. Aber während des Shut Down, musste ich mich tatsächlich etwas Ablenken, um nicht dauernd über Alles nachzudenken. Wann wird es besser? Wie schaffe ich Arbeit, Kids und Haushalt? Wir haben dann angefangen, Hörbücher zu hören. Das entspannt und lenkt ab. Was aber auch sehr gut hilft, sind ein paar Tropfen CBD Öl unter der Zunge zergehen zu lassen. Schon mal probiert? War auch neu für mich, aber ist echt super. Hilft übrigens auch bei Stress, Kopfschmerzen oder Regelbeschwerden, habe ich mir sagen lassen.

Health & Body Konzept

Vielleicht habe ich Euch ja jetzt ein bisschen inspirieren können und Ihr nehmt Euch auch ab und zu auch mal eine bewußte, kleine Auszeit für Euch und Euren Körper. Ich kann es nur empfehlen. Es tut einfach gut und den Rest des Tages widme ich mich dann viel erholter dem Alltag, der Arbeit und vor Allem meinen Kindern.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!

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Home Office mit Kindern

Ich werde gerade sehr oft gefragt, wie es läuft im Home Office mit Kindern?! Klar, denn gerade stehen fast alle in meinem Umkreis vor dieser Situation. Viele zum 1. Mal. Es ist schon eine Herausforderung. Keine Schule, kein Kindergarten, so wenig soziale Kontakte wie möglich und dann auch noch von zu Hause aus arbeiten. Ach ja, und natürlich die Kinder nebenher noch unterrichten. Kein Problem. 🙂

Home Office mit Kindern
Home Office mit Kindern

Dazu muss ich vorab sagen, dass ich das schon etwas gewohnt bin. Denn ich arbeite ja immer von zu Hause aus. Seit 4 Jahren. Also auch wenn die Kinder mal krank sind oder Ferien haben. Und darum habe ich mich entschlossen, hier einfach mal mit Euch zu teilen, wie wir das hinbekommen. Denn ja, es funktioniert (in der Regel) ganz gut. Und vielleicht könnt Ihr Euch den ein oder anderen Tipp rausholen. Oder Ihr habt auch einfach nur mal was zum Lesen zwischendurch. 🙂

So sieht mein Home Office Tag gerade aus:

  • Ich stehe zeitig auf und fange gegen 7:00h direkt an zu arbeiten. In meiner Jogginghose, mit einem Espresso bewaffnet, kuschel ich mich dafür momentan meistens erst mal auf die Couch. Einfach weil es mir eigentlich viel zu früh ist und ich was zum Wohlfühlen brauche. In dem Fall mein Sofa, der Blick nach draußen und Kaffee!!!! So fällt es leichter.
  • So schaffe ich dann immer schon mal meine ersten 2h und kann richtig effektiv sein. Meine Kinder schlafen zum Glück meistens etwas länger. 8:00h schaffen sie fast immer (und wenn es super läuft, dann auch mal 9:00h) Wenn sie dann runterkommen, wird erst mal kurz gekuschelt. Die Zeit muss sein. Dann schicke ich sie mit Buch, Tablet und Kindercappuccino wieder rauf. Sie lieben es, sich noch mal einzukuscheln und ein Hörspiel zu hören (Filme und Spiele dürfen sie um diese Zeit aber noch nicht) So überbrücken wir sie Zeit bis zum Frühstück.
  • Irgendwann nach 9:00h gibt’s dann ein leckeres, gemeinsames Frühstück. Anschließend mache ich mich und die Kids fertig. Denn ich mag es nicht, den ganzen Tag im Gammellook rumhängen. Ich muss mich gut fühlen, um richtig produktiv zu sein. Wenn alles noch ruhig ist und schläft, geht das gut in der Jogginghose, aber wenn dann der Tag richtig startet, ziehe ich mich an, mache meine Haare und schminke mich. Das ist übrigens ein guter Tipp, denn es hilft, dass es sich auch richtig “nach Arbeit anfühlt”. 🙂
  • Nach unserem geliebten Frühstück (hier mehr dazu) starten wir dann gemeinsam. Mein Großer setzt sich an die Hausaufgaben und ich mich wieder an den PC, diesmal aber an meinem gewohnten Arbeitsplatz in der Küche. Mit Cappuccino und Blümchen oder Duftkerze. Denn die Atmosphäre muss ja stimmen. 🙂 Meine Kleine versuche ich derweil mit Malbüchern und Tiptoi etc. zu beschäftigen. Wir haben auch eine Schultafel, die ich wieder aus dem Keller geholt habe. Das alles klappt mal besser und mal schlechter. Zugegeben. Es ist eine Kombination aus Hausaufgaben betreuen, Kinder beschäftigen und arbeiten. Aber wir haben ja Zeit und bis Mittag haben wir dann alle den Großteil unserer Arbeit erledigt.
  • Dann muss ich aber schon immer noch einige Mails und Anfragen bearbeiten oder auch mal telefonieren. Je nach Wetter dürfen die Kids dann mal was anschauen oder ich schicke sie in den Garten. Da brauchen sie dann natürlich aber auch eine Beschäftigung. Gestern habe ich Ihnen die Skateboards rausgeholt, heute sollen sie ihre Fahrräder putzen und das nächste Mal kann es die Straßenkreide sein. Das klappt alles nicht ewig, aber zumindest reicht es mir, das Wichtigste fertig zu machen.
  • Und dann haben wir den Nachmittag Zeit, gemeinsam etwas zu machen. Sollte ich dann noch Dinge für die Arbeit erledigen müssen, bleibt immer mal eine halbe Stunde zwischendrin übrig oder ich mache es abends wenn sie im Bett sind. Und wenn alle Stricke reißen und der Tag überhaupt gar nicht so lief, sie hier beschrieben (kommt natürlich auch vor, ganz klar), dann gibt es halt mal eine Disneyfilm. Why not?!
Home Office mit Kindern
Home Office mit Kindern

Zu dem Ganzen muss ich sagen, dass ich natürlich nur 20h in Teilzeit arbeite. Respekt für alle, die jetzt gerade 40h und die Kinder im Home Office unter einen Hut bekommen müssen. Aber ich denke, die Hauptsache ist, sich nicht stressen zu lassen und es sich bei alldem möglichst schön zu machen. Das kann der Kakao (bei uns Kindercappuccino genannt) am Bett sein oder der Laptop auf der Terrasse. Wir tun einfach unser Bestes. Und wenn es manchmal nicht perfekt läuft, was soll’s?! Es gibt gerade Schlimmeres, denke ich.

Home Office mit Kindern

Hier noch mal meine Wichtigsten Tipps:

  1. Schafft Euch und den Kids eine schöne, vielleicht eine besondere Atmosphäre. Meine Kinder lieben Kuschelecken, Brotzeit im selbstgebauten Zelt aus Decken im Kinderzimmer oder eine Aufgabe im Garten.
  2. Macht Euch morgens fertig, als ob Ihr ins Büro geht. Damit meine ich kein Etuikleid 🙂 aber Haare machen, schminken und ein guter Look wirken wunder.
  3. Versucht den Tag zu Strukturieren. Kinder gewöhnen sich an Abläufe und dann kann man schon vormittags einiges schaffen.
  4. Holt mal wieder Spiele aus dem Keller, die in Vergessenheit gerade sind.
  5. Arbeitet gemeinsam. Ihr am PC, die Kinder an den Hausaufgaben oder mit dem Malbuch. Meine fühlen sich dabei groß und sind ganz stolz.
  6. Und ganz wichtig: stresst Euch nicht! Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn in dieser Situation die Kids auch mal ne Stunde fernsehen, denke ich, oder auch mal eine Mail liegen bleibt.

In diesem Sinne, haltet alle gut durch und wenn Ihr noch weitere Ideen oder Tipps fürs Home Office mit Kindern habt, her damit! 🙂

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Dinner mit Freunden und neue Rezepte für die ganze Familie.

Essen mit Kindern. Kein leichtes Thema. Zumindest bei uns. Beide sind keine besonders guten Esser, wobei unser Großer inzwischen schon viel besser ist. Er probiert zumindest alles, liebt Obst und Müsli, sowie Fisch und Fleisch. Aber bei unseren Kleinen bin ich schon manchmal am verzweifeln. Und das obwohl wir selber wirklich gerne essen, viel ausprobieren und auch Wert auf ein schönes Dinner legen. Darum will ich diesem Thema hier auch mal einen Beitrag widmen. Neue Rezepte für die ganze Familie. Weil wir uns gerne mit Freunden treffen. Und weil ich zeigen möchte, dass man auch mit äußerst heiklen Kindern schön essen kann.

Wir treffen uns regelmäßig mit unseren Freunden und kochen dann auch gerne für sie. Gestern waren wir insgesamt 4 Erwachsene und 4 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren. Ich wollte mal wieder was Neues ausprobieren und habe mich also auf die Suche nach ein paar neuen Rezepten gemacht. Es sollte was Besonderes und gleichzeitig was für die ganze Familie sein. Also auch was, was Kinder mögen. So können die Kleinen auch mal was Neues probieren. Weil zu oft verfallen wir in so eine Bequemlichkeit und kochen gleich einfach nur das, was die Kids auch sicher essen. Gerade im Alltag. Das muss ich zugeben.

Also habe ich mich diesmal für ein Menü mit besonderen und altbewährten Komponenten entschieden:

Vorspeise: selbstgebackenes Weißbrot, Kräuterbutter, Salami und Jakobsmuschel auf Avocadocreme

Hauptgang: Spaghetti mit Lachs-Gemüse-Sauce

Nachspeise: Schokoladenkuchen mit Vanilleeis

Schon die Vorbereitungen haben Spaß gemacht. Ich habe die Kinder extra mitgenommen zum Einkaufen. Weil ich sie einbeziehen wollte. Der Fischladen war besonders spannend und wir haben frische Jakobsmuscheln besorgt. Es war übrigens auch das erste Mal, dass ich diese selbst zubereitet habe. Aber das Rezept für diese Vorspeise hat sich so toll angehört. Und man muss sich ja auch mal was trauen 🙂 Dann durften die Kinder sich noch ein besonderes Getränk für den Aperitif und was zum Knabbern aussuchen. Das hat Ihnen dann natürlich gleich noch viel mehr Spaß gemacht.

Zuhause habe ich dann auch versucht, die Kinder in die Vorbereitungen miteinzubeziehen. Mein Großer hilft nicht so gerne beim Kochen, dafür beim Dekorieren, aber meine Kleine hat fleißig geholfen. Erst beim Brotteig backen und dann beim Gemüse schnippeln. Sogar beim Aufräumen haben alle mitmacht. Weil es uns allen Spaß gemacht hat, die Vorbereitungen für ein Dinner mit Freunden zu treffen.

Am Schluss haben wir noch zusammen den Tisch gedeckt. Die Kinder haben die Servietten gefaltet. Und ich muss sagen, das war ein richtig schöner Nachmittag. Es ist toll zu sehen, wenn man ein bißchen was von dem weitergeben kann, auf was man selbst Wert legt. Und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Wir sind gerade rechtzeitig fertig geworden und haben dann mit unseren Freunden den Aperitif genoßen. Sogar bei Abendsonne. (Als Kinderaperitif haben wir übrigens einen selbstgemachten Eistee mit einer Pink Fanta gemischt. Minze und Limetten dazu. Fertig war das besondere Getränk.) Der Abend konnte starten.

Es hat auch zum Glück alles gut funktioniert. Besonders stolz war ich auf das Brot (das diesmal kein harter Klotz war, sondern richtig fluffig, warm und lecker war) Das haben die Kinder schon mal geliebt. Mit Kräuterbutter oder Olivenöl. Die Jakobsmuschel wurden dann zumindest von einem Teil der Kids probiert. 🙂 Und die Spaghetti anschließend gehen natürlich immer. Auch wenn die Soße bei den kleinen Gästen leider mal wieder durch Butter ersetzt wurde. Wer kennt’s?

Dass die Nachspeise bei allen gut ankam, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Aber als Tipp am Rande: ich habe den Teig am Nachmittag zusammen mit den Kindern vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt. Am Abend musste ich ihn dann nur in den Ofen schieben und wir konnten den Schokoladenkuchen noch warm genießen.

Es ist nämlich wichtig, finde ich, dass alles auch gut vorzubereiten ist und man am Abend nicht zu viel Arbeit in der Küche hat. Gerade an einem Abend mit Kindern.

Alles in allem muss ich sagen, ein gelungener Abend. Für Groß und Klein. Auch wenn die Kinder nicht alles essen, kann man doch einfach versuchen, Ihnen möglichst viele, verschiedene Dinge nahe zu bringen. Klappt im Alltag zugegeben nicht immer, aber umso mehr Spaß macht es, am Wochenende neue Rezepte für die ganze Familie auszuprobieren.

 

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Story meiner Freundin Jara: “Nur mal schnell zu dm…”

Ich freue mich sehr, dass ich heute mal wieder ein Story meiner Freundin Jara für Euch habe. Dankeschön, meine Liebe! Wie immer findet man sich wieder in diesen Geschichten aus dem Leben einer zweifach Mama. Was zum Schmunzeln und ganz ehrlich: das hätte auch ich sein können … im dm oder im Zara oder …. 🙂 Also, viel Spaß beim Lesen und ich bin sicher, auch Euch ist es schon mal ähnlich ergangen.

Nur mal kurz zu dm..

(Eine wahre Geschichte, wie immer. Erlebt und geschrieben von Jara)

Es ist Samstag Abend und ich bekomme eine Email vom dm Fotoservice, dass meine Fotos fertig sind… Gott sei Dank! Morgen ist die Geburtstagsfeier von Oma Emma und sie wünschte sich nichts anderes als schöne Fotos von ihren Enkeln…

Jaaa, ich weiß es schon seit ein paar Monaten, aber nur erst jetzt hatte ich Zeit mich drum zu kümmern. Aber kein Problem, sie sind ja fertig….

„Schaaatz, ich muss kurz zu dm, bin gleich wieder da!!!“

„Aber beeil dich bitte, ich muss um 20.00 zu der Versammlung!“

„Machst du Witze? Ich muss nur Fotos holen und es ist kurz vor 18.00! Bis gleich!“

Im Auto fallen mir ein Paar Sachen ein, die ich noch schnell mitnehmen kann, wenn ich schon dort bin. Daher gleich auch der große Einkaufswagen, wer weiß…

Und schon stehe ich bei den Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten: Nasenspray, Eisentabletten und noch eine interessante Schachtel landet in meinem Wagen, die mir 100%-tige innere Balance verspricht, die kann ich gerade gut gebrauchen – für 8,99€ ist es ja ein Schnäppchen…

Ich lächle Richtung vegane Theke, die verspotte ich so gerne zur Zeit, es gibt da soo viel unnützes Zeug, aber na ja, wer`s braucht. Ein Regal weiter greife ich zu den Tees und nehme einen Kamillentee.

Toilettenpapier, Tücher, und viel Zeug für den Haushalt, Putzmittel, Zauberfleckentferner und Allesssaubermacher… Es gibt so viel Neues auf dem Markt! Wahnsinn! Ich war gerade eine Woche nicht da und schon habe ich das Gefühl, dass ich ein Jahrzehnt Entwicklung verpasst habe!

Gott sei Dank brauche ich den Babykram nicht mehr, denke ich mir, trotzdem gehe ich durch, um zu schauen, was da gerade so angeboten wird. Und ich muss schon wieder grinsen: vegane Cremes und Shampoos, vegane Gläschen und Kekse. Wahnsinn! Wusste nicht, dass Babys auch schon so veganbewusst sind.

Zahnpasta und Zahnseide für den Vorrat, das ist immer gut. Shampoo und Strumpfhose, die brauche ich dringend! Und jetzt nur noch Rasierklingeln und dann Augen zu und bei den Schminksachen schnell vorbei….

Leider ist mir das nicht so ganz gelungen, musste feststellen, dass es neue Farbnuancen für winterliche Fingernägel gibt, mit einem Schneeflöckchen-Topcoat und keine Ahnung wie es passiert ist, aber sogar die Nagelaufkleber mit Schneemännern und Wintermotiven sind in meinem Korb gelandet.

(Anmerkung d. Redaktion: meine Freundin Jara ist alles aber kein Tussi-Typ und rote Nägel sind normalerweise schon das Außergewöhnlichste auf Ihren Fingernägeln :-))

So, jetzt nur noch die Handcreme, und Taschentücher und dann bin ich fertig. Mühelos suche ich nach veganen Taschentücher, aber nichts… Eine Marktlücke? Hihi, da grinse ich schon wieder. Eine nette Stimme fordert mich freundlich auf, mich zur Kasse zu begeben… Wie bitte? Ist schon acht Uhr??? Oh na dann mal los, sonst wird ja jemand nervös….

„127,50€, bitte“, sagt die Verkäuferin an der Kasse.

„Ehm, Entschuldigung?“ verstehe ich nicht ganz, ich wollte ja nur ein Paar Sachen kaufen….

Die Tür wird hinter mir abgesperrt und ich eile nach Hause, wo mich mein Mann zwischen der Tür mit einer unfreundlichen Miene begrüßt: „Du mit deinem Spruch: Nur mal kurz zu dm! Da fall ich nächstes Mal nicht mehr drauf ein!“

Ich lege die vollen Tüten auf die Küchenzeile und überlege heftig – irgendetwas sagt mir, dass ich was Wichtiges vergessen habe…

Ach egal, ich mache mir einen Tee und nehme eine von diesen Zauberkapseln… Erschrocken lese ich, dass mein Kamillentee vegan ist! Und die Balancekapseln haben meine innere Ruhe total zerstört, da auf der Rückseite ein Bild von einer älteren Dame drauf steht und plötzlich weiß ich, was ich vergessen habe: die Fotos!

Na ja, Gottseidank habe ich ein Paar Ersatzgeschenke – was wird Oma wohl zu einem winterlichen Nagellackset sagen?

Und am Montag in der Früh gehe ich nur mal schnell zu dm und hole die Fotos…

 

 

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